Frauen,

  • die bei Beginn der Schutzfrist vor der Entbindung in einem Arbeits- oder Heimarbeitsverhältnis stehen oder
  • deren Arbeitsverhältnis während der Schwangerschaft zulässig von der Arbeitgeberseite aufgelöst wurde,
    • erhalten Mutterschaftsgeld der gesetzlichen Krankenversicherung.
  • bei denen das Arbeitsverhältnis erst nach Beginn der Schutzfrist beginnt
    • erhalten Mutterschaftsgeld ab dem Beginn des Arbeitsverhältnisses,
    • wenn sie bei Beginn des Arbeitsverhältnisses Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse sind.
  • die bei Beginn der Schutzfrist in keinem Arbeitsverhältnis stehen, jedoch bei einer gesetzlichen Krankenkasse
    • mit Anspruch auf Krankengeld (über einen Krankengeld-Wahltarif oder über einen „gesetzlichen“ Krankengeldanspruch ab der siebten Woche der Arbeitsunfähigkeit) versichert sind,
      • erhalten während der „fiktiven“ Mutterschutzfristen Mutterschaftsgeld in Höhe des Krankengeldes.
    • ohne Anspruch auf Krankengeld versichert sind (etwa weil sie dies privat abgesichert haben)
      • haben kein Anspruch auf Mutterschaftsgeld (da der Anspruch af Mutterschaftsgeld gesetzlich an den Anspruch auf Krankengeld geknüpft ist)

 

Die Höhe des Mutterschaftsgeldes richtet sich nach dem

  • durschnittlichen, um die gesetzlichen Abzüge (Lohnsteuer und Arbeitnehmeranteil an den Sozialversicherungsbeiträgen) verminderten Arbeitsentgelt (Nettolohn)
    • bei monatlicher Lohnabrechnung: der letzten drei abgerechneten Monate
    • bei wöchentlicher oder täglicher Lohnabrechnung: der letzten dreizehn Wochen
      vor Beginn der Schutzfrist vor der Entbindung;
  • umgerechnet auf den Kalendertag – bei einem fixen Monatsgehalt wird dabei jeder Monat mit 30 Tagen angesetzt –
  • höchstens jedoch 13,- € je Kalendertag (also zwischen 364,- € im Februar und 403,- € in einem Monat mit 31 Tagen).
  • Bezüge aus einer Nebentätigkeit sind für die Berechnung des maßgeblichen Arbeitsentgelts mit zu berücksichtigen.

 

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