Wenn die Schulmedizin an ihre Grenzen stößt, vertrauen viele Menschen dem Heilpraktiker. Aber immer öfter wird der Heilpraktiker auch bei der Behandlung leichter Erkrankungen oder zur Unterstützung einer schulmedizinischen Therapie zu Rate gezogen. Gern genutzte alternative Heilverfahren sind dabei die Homöopathie, die Chiropraktik oder die Akupunktur. Gut, wenn man für diese Fälle in der PKV privat versichert ist, denn die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) übernimmt nur in sehr wenigen Fällen die Kosten für diese Behandlungen.

Kostenübernahme in der privaten Krankenversicherung (PKV)

Wer sich privat krankenversichert, der sollte auf die Leistungen im gewählten Private Krankenversicherung Tarif achten. Bei vielen privaten Krankenversicherern gibt es Tarife, die auch alternative Heilmethoden abdecken. Die genauen Regelungen dazu kann man am besten dem jeweiligen Angebot oder der bestehenden Police entnehmen. Dort ist auch geregelt, in welcher Höhe anfallende Kosten durch die PKV übernommen werden.

Doch auch gesetzlich versicherte Personen haben die Möglichkeit, sich über eine private Krankenzusatzversicherung für diese Behandlungen und die damit verbundenen Kosten zu versichern.

Gebührenordnungen für Heilpraktiker

Bei vielen alternativen Heilmethoden sollte man vorab in einem Beratungsgespräch auch über Kosten reden, damit man im Nachhinein nicht unangenehm überrascht wird. Als Grundlagen für die Kosten dient dem Heilpraktiker entweder die Gebührenordnung für Heilpraktiker (GebüH) oder das Hufelandverzeichnis.
Die GebüH gibt lediglich Anhaltspunkte, an die sich der Heilpraktiker halten sollte.
Das Hufelandverzeichnis hingegen enthält standardisierte Preisberechnungen für verschiedene Heilbehandlungen.
Dieses Verzeichnis wird durch die Hufelandgesellschaft herausgegeben und regelmäßig aktualisiert. Rechnet ein Heilpraktiker gemäß Hufeland ab, so kann es sein, dass unter Umständen auch die GKV die Kosten anerkennt. Man sollte dazu jedoch vorab bei der Versicherung nachfragen. Eine wichtige Voraussetzung, damit ein Naturheilverfahren im Hufelandverzeichnis aufgenommen wird, ist, dass diese theoretisch erklärbar und praktisch anerkannt sein muss. Auch sollte das entsprechende Verfahren lehr- und lernbar sein. Anerkannt sind hier Akupunktur, Osteopathie, traditionelle chinesische Medizin (TCM) und Chiropraktik.

Private Krankenvollversicherung oder Zusatzversicherung

Ein Vorteil der PKV ist, dass man bei der Wahl des Tarifs auch die darin enthaltenen Leistungen frei wählen kann. Natürlich gilt dies auch bei Zusatzversicherungen für gesetzlich Versicherte.
In der GKV werden in manchen Krankheitsfällen Akupunktur und Chiropraktik übernommen, alle weiteren Behandlungen muss der Patient selbst tragen.

Um dies zu vermeiden, sollte man sich vor der Wahl der Krankenversicherung überlegen, wie viel Wert man auf alternative Heilmethoden legt. Da immer mehr Menschen sich für diese Therapieansätze entscheiden, ist es für sie sicherlich sinnvoll, eine PKV abzuschließen oder die private Krankenversicherung zu wechseln. Sollte dies aus bestimmten Gründen nicht möglich sein, so sollte man zumindest über eine Zusatzversicherung nachdenken, die einen Teil der Kosten übernimmt.

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