Reif für die Insel: Mut­ter-Kind-Kur auf Sylt

Vie­le Frau­en müs­sen Fami­lie, Beruf und Kind unter einen Hut brin­gen und wer­den dadurch star­ken Belas­tun­gen aus­ge­setzt: phy­sisch und psy­chisch. Die­se kön­nen im schlimms­ten Fall in gesund­heit­li­chen Pro­ble­men wie Über­ge­wicht, Migrä­ne oder Depres­sio­nen bis hin zum Burn-out enden. Um dem vor­zu­beu­gen, wur­de die Mut­ter-Kind-Kur ins Leben geru­fen.

Sinn und Zweck der Kur ist es, dass die teil­neh­men­den Müt­ter ler­nen, wie sie den All­tag mit Kind bes­ser bewerk­stel­li­gen kön­nen. Dar­über hin­aus steht die Erho­lung ganz oben auf der Lis­te, wes­halb vie­le Kuren in Küs­ten­nä­he ange­bo­ten wer­den, zum Bei­spiel auf Sylt. Natür­lich besteht vor Ort auch die Mög­lich­keit, den Vater in die Kur mit ein­zu­bin­den, als see­li­sche Unter­stüt­zung bei­spiels­wei­se. Die­ser kann auf Sylt eine Feri­en­woh­nung buchen und so Mut­ter und Kind bei­ste­hen. Doch wer hat eigent­lich Anspruch auf eine Mut­ter-Kind-Kur, wie gestal­tet sich der Tages­ab­lauf und über­nimmt die Kran­ken­kas­se sämt­li­che Kos­ten? Wir sind den Fra­gen auf den Grund gegan­gen.

Wer hat Anspruch auf eine Mut­ter-Kind-Kur?

Spä­tes­tens seit dem 1. April 2007 ist die Sach­la­ge so gere­gelt, dass alle gesetz­lich ver­si­cher­ten Frau­en Anspruch auf eine Mut­ter-Kind-Kur erhe­ben kön­nen – aller­dings muss die Kur einer medi­zi­ni­schen Not­wen­dig­keit unter­lie­gen. In dem Fall küm­mert sich ein Team aus Ärz­ten, Psy­cho­lo­gen, Phy­sio­the­ra­peu­ten, Päd­ago­ge, Ernäh­rungs­be­ra­tern und Erzie­hern um Sie und Ihr Kind. Die­ses wird als gesun­de Begleit­per­so­nen mit zur Kur genom­men, wenn Sie bei­spiels­wei­se allein­er­zie­hend sind oder es zu Hau­se nicht betreut wer­den kann, oder es wird direkt mit­be­han­delt.

Was pas­siert in der Mut­ter-Kind-Kur?

Je nach­dem, in wel­cher Ver­fas­sung die Mut­ter ist und wie schlecht ihr Gesund­heits­zu­stand ist, wird ihr Tages­ab­lauf indi­vi­du­ell zusam­men­ge­stellt. Wäh­rend der Kur ste­hen anschlie­ßend fol­gen­de Punk­te auf der Tages­ord­nung:

  • Bewe­gungs­übun­gen
  • Anlei­tung zu Ent­span­nungs­übun­gen
  • psy­cho­the­ra­peu­ti­sche Gesprä­che
  • Erzie­hungs­be­ra­tung
  • Gesund­heits­be­ra­tung
  • Ernäh­rungs­be­ra­tung
  • Betreu­ung der Kin­der

Wer kommt für die Kos­ten auf?

Nor­ma­ler­wei­se über­neh­men alle gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen die vol­len Kos­ten (inkl. Fahrt­kos­ten), andern­falls kön­nen Sie auch
Zuschüs­se bean­tra­gen. In der Regel beträgt die gesetz­lich gere­gel­te Zuzah­lung 10 Euro pro Kalen­der­tag, bei Errei­chen der Zuzah­lungs­gren­ze kön­nen Sie im Vor­aus von Ihrer Kran­ken­kas­se von wei­te­ren Zuzah­lun­gen befreit wer­den. Ihr Kind ist hin­ge­gen von allen Zuzah­lun­gen befreit.

Muss für die Mut­ter-Kind-Kur Urlaub ein­ge­reicht wer­den?

Nein, Sie müs­sen kei­nen Urlaub bei Ihrem Arbeit­ge­ber bean­tra­gen, wenn Sie eine Mut­ter-Kind-Kur machen. Denn laut § 10 Bun­des­ur­laubs­ge­setz dür­fen Maß­nah­men, die der medi­zi­ni­schen Vor­sor­ge und Reha­bi­li­ta­ti­on die­nen, nicht auf den nor­ma­len Urlaub ange­rech­net wer­den.

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