Generell ist der Mutterschutz dazu da, die hochschwangere Frau und die frischgebackene Mutter vor körperlicher Überanstrengung zu schützen und ihr vor allem nach der Entbindung Zeit zur körperlichen Regeneration zu ermöglichen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Frauen sich in dieser Zeit gar nicht bewegen sollen.

Beckenbodentraining zur Stärkung des Unterleibs

Ein ganz wichtiger Aspekt schon früh während der Schwangerschaft ist das Beckenbodentraining für Frauen, das dabei hilft, den Unterleib auf die Belastung durch die Schwangerschaft vorzubereiten. Schon nach dem ersten Trimester ist der Uterus im Mutterleib etwa so groß wie eine Grapefruit und übt einen entsprechenden Druck auf die Blase aus, die leider direkt unter der Gebärmutter liegt. Auch muss der Körper während der Schwangerschaft eine größere Menge Blut verarbeiten, was zu verstärkter Flüssigkeitszufuhr in der Blase sorgt. Die Kombination dieser beiden Elemente führt dazu, dass Frauen schon im frühen Stadium der Schwangerschaft viel häufiger zur Toilette müssen als sonst.

Je mehr das Baby im Mutterleib wächst, umso größer wird der Druck auf die Blase. Damit es nun nicht zu Belastungsinkontinenz kommt, sollte die werdende Mutter unbedingt mit dem Beckenbodentraining beginnen, das die Blase stärkt und dabei hilft, einer unangenehmen Inkontinenz vorzubeugen.

Beckenbodentraining nach der Schwangerschaft

Nicht nur während der Schwangerschaft, auch in den Wochen danach kann es noch zur Blasenschwäche kommen. Der stark beanspruchte Körper braucht eine Weile, um sich nach der Geburt zu regenerieren. Durch die Geburt wurde der Beckenboden stark beansprucht und die Muskeln extrem gedehnt. Je mehr Beckenbodentraining vorher schon gemacht wurde, umso eher kann sich die Muskulatur wieder erholen. Gezielte Übungen helfen nach der Schwangerschaft dabei, wieder in Form zu kommen.

Schwangerschaftsgymnastik zur Entlastung des Rückens

Neben dem Beckenbodentraining gehören auch Gymnastikübungen zur Stärkung des Rückens zu den wichtigen körperlichen Übungen für Schwangere. Die Wirbelsäule wird durch den schweren Babybauch extrem beansprucht und viele Frauen verlagern ihr Gewicht einseitig nach vorne, sodass es zur sogenannten Hohlkreuzhaltung kommt. Während der letzten Wochen im Mutterschutz sollten Frauen daher tägliche Gymnastikübungen machen, um den Rücken zu entlasten und die Wirbelsäule zu stärken.

Auch auf echte Sportarten müssen werdende Mütter nicht verzichten: Gerade Schwimmen ist ideal für die letzten Wochen vor der Geburt, da die Schwerelosigkeit im Wasser hilft, das Gewicht des Babybauches zumindest für kurze Zeit zu vergessen. Beim Brustschwimmen werden Arme und Beine ideal bewegt und helfen, den Kreislauf in Schwung zu bringen. Allerdings sollte es im letzten Trimester nicht übertrieben werden: Einige wenige Bahnen im Schwimmbad genügen schon.

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