Insbesondere dann, wenn der Nachwuchs unterwegs ist, suchen viele Paare ein größeres Heim. Es soll endlich das ersehnte Haus mit großem Kinderzimmer oder vielleicht auch nur eine neue größere Wohnung sein – Hauptsache das Baby hat Platz. Doch wie sinnvoll ist ein Umzug während der Schwangerschaft?

Die werdende Mutter sollte sich schonen

Ein Umzug während der Schwangerschaft ist nur dann sinnvoll, wenn er rechtzeitig unternommen wird. Je länger man die Umzugsaktion hinauszögert, desto größer ist die Gefahr, die für die Mutter und das Ungeborene besteht. Auch wenn eine Schwangerschaft keine Krankheit ist, sollten sich die werdenden Mütter zurückhalten. Kisten und Kartons sollten nur mit einem Gewicht von maximal 5kg getragen werden – dann auch nur, wenn sie sich auf einer entsprechend angenehmen Höhe befinden (Stuhl, Tisch). Eine zu starke körperliche Belastung ab dem 6. Schwangerschaftsmonat kann ein Auslösen frühzeitiger Wehen und damit das Platzen der Fruchtblase zur Folge haben.

Die beste Lösung für einen Umzug mit Baby

Die beste Möglichkeit, den Umzug mit dem Nachwuchs zu meistern, ist also in den frühen Schwangerschaftswochen. Danach empfiehlt es sich, als werdende Mutter die Organisation in die Hand zu nehmen. Den Transport von Möbeln kann ein Umzugsunternehmen übernehmen. Die Renovierungsarbeiten können vom werdenden Vater, Freunden oder Familienangehörigen durchgeführt werden. Jeder wird verstehen, dass Sie sich und ihr Ungeborenes schützen möchten. Sie können dafür das Zepter in die Hand nehmen und klären, wer im Anschluss die Wohnung reinigt, in welcher Reihenfolge die Kartons in das Auto geladen werden sollen und welches Zimmer wie eingerichtet werden soll. Eine gute Aufgabe für die Schwangere während des Umzuges ist die Zubereitung eines kleinen Imbiss. Eine Suppe mit Fladenbrot oder Ähnliches ist leicht zuzubereiten und stärkt die fleißigen Umzugshelfer.

Die Risiken eines Umzuges nach der Geburt

Auch ein Umzug nach der Schwangerschaft birgt Probleme und Gefahren. Direkt nach der Geburt ist Schonen angesagt – für Mutter und Baby. Das Wochenbett sollte die frischgebackene Mutter nutzen, um die Beschwerden nach der Geburt abklingen zu lassen. Bevor sie wieder fit herumlaufen kann, muss sie körperlich wieder zu Kräften kommen. Auch die Psyche kann durch die Entbindung und die damit verbundenen neuen Umstände beeinträchtigt sein (Wochenbettdepression). Heißt also, dass Mutter und Kind nach Geburt nur wenig Zeit für einen Umzug haben. Stillen, wickeln, aneinander gewöhnen – das alles braucht seine Zeit, sodass ein Umzug erst ein bis zwei Monate nach der Geburt umsetzbar ist.

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