Auch bei Beschäftigungsverbote außerhalb der Mutterschutzfristen ist das Einkommen der schwangeren Arbeitnehmerin gesichert.

Unterliegt eine (werdende) Mutter einem

muss sie deswegen ganz oder teilweise

  • vor Beginn und nach Ende der Schutzfrist mit ihrer Arbeit aussetzen oder
  • setzt das Unternehmen die werdende Mutter auf einen anderen zumutbaren Arbeitsplatz um, so dass sie ihre Tätigkeit wechseln muss,

so behält sie

  • mindestens ihren Durchschnittsverdienst (Mutterschutzlohn).

Der Mutterschutzlohn

  • ist als Arbeitsentgelt
    • steuerpflichtig und
    • beitragspflichtig in der Sozialversicherung.

Der Mutterschutzlohn entspricht dem

  • Durchschnittslohn
    • der letzten drei Monate bei monatlicher Entlohnung, ansonsten
    • der letzten 13 Wochen
    • vor Eintritt der Schwangerschaft.
  • ohne Berücksichtigung von
    • schwangerschaftsbedingten Lohneinbußen aufgrund
      • des Verbots der Akkordarbeit und der Fließbandarbeit,
      • der Mehrarbeit sowie
      • der Sonntagsarbeit und der Nachtarbeit; sowie
    • von Lohnkürzungen, die
      • im Berechnungszeitraum eintreten
      • infolge von
        • Kurzarbeit,
        • Arbeitsausfällen oder
        • unverschuldeter Arbeitsversäumnis;
  • aber mit Berücksichtigung von Lohnerhöhungen, die
    • nicht nur vorübergehend sind und die
    • während oder nach Ablauf des Berechnungszeitsraums eintreten;

Diese Berechnungsgrundsätze für den Mutterschutzlohn gelten auch für Teilzeitbeschäfte und Hausangestellte.

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